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Lesetipps Frühling 26

Hier kommen Phillips Lesetipps… br>


Pisé – Hybridkonstruktionen
Tradition und Potenzial
Roger Boltshauser mit Mirjam Kupferschmid, Janina Flückiger, Marlène Witry (Hrsg.)
Triest

Der Folgeband zu Pisé – Stampflehm führt die anwendungsbezogene Analyse und Vorstellung des Bauens mit natürlichen Materialien weiter. Gegenüber der Untersuchung des Stampflehmbaus wird in Pisé – Hybridkonstruktionen das Bauen mit verschiedenen Lehmbauweisen und in Kombination mit anderen Materialien vorgestellt.
Ausgehend von der Analyse historischer Bauten in Marokko, Süd- und Mitteleuropa vermittelt das Buch Wissen für heutige Einsatzmöglichkeiten des Lehmhybridbaus – nicht nur konstruktiv, auch im Bereich der Gebäudekonditionierung. 

Wie dies aussehen kann, zeigen Arbeiten von Studierenden der EPFL Lausanne, der TU München und der ETH Zürich. Zugleich dokumentieren Bauten, wie der mit vorgespanntem Stampflehm realisierte Ofenturm in Cham oder das Projekt Hortus in Basel
ein Holzbau mit einer hybriden Deckenkonstruktion aus Lehm und Holz –, wie die Umsetzung in der Praxis gelingen kann. Forschungsbauten von Florian Nagler in Bad Aibling und München demonstrieren, dass mit hybriden Bauweisen und einem Lowtech-Ansatz zeitgemässe Architektur realisierbar ist. 

480 Seiten, ca. 630 Abbildungen,  22 × 30 cm, Halbgewebeband


Meditations in Entropy
The Work of Kashef Chowdhury / URBANA
Die grosse Monografie über die Architektur von Kashef Chowdhury
Park Books

Seit 1995 hat der Architekt Kashef Chowdhury mit seinem Büro URBANA in Bangladesch, einer der meteorologisch komplexesten und schwierigsten Weltgegenden, ein vielfältiges Werk geschaffen.
Ein Krankenhaus in einer durch den Anstieg des Meeresspiegels gefährdeten regionalen Wirtschaft, Schutzbauten für die vor Wirbelstürmen bedrohte Bevölkerung an der Küste, oder architektonische Interventionen in einem der dichtesten Ballungsgebiete der Welt:
Die Entwürfe von Chowdhury sind prägnante, kritische Antworten auf unterschiedlichste Herausforderungen und Dringlichkeiten.
Sie alle wurzeln in der Überzeugung, dass Architektur von Empathie für eine immer fragilere ökologische und soziale Situation entworfen und gebaut werden muss.

Meditations in Entropy ist die erste umfassende Monografie über die Arbeit von Kashef Chowdhury / URBANA. 18 realisierte Bauten des Büros werden mit Aufnahmen der gefeierten Architekturfotografin Hélène Binet sowie zahlreichen Plänen, Zeichnungen, Skizzen und weiteren Abbildungen im Detail vorgestellt. Begleitet wird diese Dokumentation von aufschlussreichen Essays der international renommierten Autoren Kenneth Frampton, Robert McCarter, William J. R. Curtis und Philip Ursprung sowie des Wasserbau-Ingenieurs Ainun Nishat. Ein illustriertes Werkverzeichnis vervollständigt den sorgfältig gestalteten und materialisierten Band.

518 Seiten, 406 farbige und 650 s/w-Abbildungen


Architecture by Peter Celsing
Photographed by John Håkansson
Eine visuelle Zeitkapsel: Bauten des schwedischen Modernisten Peter Celsing im Bauzustand der 1990er-Jahre
Park Books

Peter Celsing (1920–1974) zählt wie Gunnar Asplund (1885–1940) und Sigurd Lewerentz (1885–1975) zur kleinen Gruppe schwedischer Architekten der Moderne, die weltweite Beachtung gefunden haben. Celsings Herangehensweise zeugt von tiefem Verständnis der Architektur als angewandter Kunst, bei der Funktion und Ökonomie gleichermassen wichtige Parameter sind. Zugleich vermochte Celsing in Zeiten des Wandels von handwerklich geprägten Bauweisen auf kleinem Massstab hin zu grossen Projekten mit teilweise vorgefertigten Elementen seine Entwürfe stets mit hoher künstlerischer Integrität zu realisieren.

Der Fotograf John Håkansson hat Mitte der 1990er-Jahre Bauten von Peter Celsing in Schwarz-Weiss aufgenommen und deren Wesen in einzigartiger Weise eingefangen. Manche der Bilder stellen heute wertvolle Dokumente dieser Zeit dar, da einige der Gebäude seither verändert wurden, und dies nicht immer zum Besseren. Dieser sorgfältig gestaltete Band bringt rund 100 von Håkanssons gekonnten Aufnahmen mit aufschlussreichen Texten des Architekten Staffan Henriksson und der Künstlerin Maria Lantz zusammen. Es entsteht so ein einfühlsames Porträt von Peter Celsings Architektur im Bauzustand der 1990er-Jahre.

168 Seiten, 103 s/w-Abbildungen


Seoul Urban Architecture
Rising from the Crushing Bowl
Park Books

Seoul Urban Architecture bietet eine eindrucksvolle Darstellung der städtebaulichen und architektonischen Entwicklung Seouls. Sung Hong Kim erzählt aus der Perspektive eines Architekten und Lehrers, der seit über vier Jahrzehnten in der Stadt lebt und arbeitet. Er verbindet dabei persönliche Erinnerungen mit Kulturgeschichte und Stadtanalyse. Er zeichnet nach, wie Südkoreas Kapitale sich von einer von konfuzianischen Idealen geprägten, ummauerten Stadt zur weitläufigen, vertikalen Metropole des 21. Jahrhundert gewandelt hat. Rasante Modernisierung, tiefe strukturelle Widersprüche und ausgeprägte kreative Widerstandsfähigkeit charakterisieren Seoul heute.

Kim führt seine Leser:innen durch Perioden urbaner, rechtlicher, technologischer und kultureller Zwänge, aus denen schliesslich grosse Vitalität, energische Kreativität und Innovationsfreude einer aufstrebenden Generation von Architekt:innen hervorgingen. Seine Überlegungen zu Vertreibung, Zwang und Einfallsreichtum sprechen eine breitere globale Situation an, mit der Architekt:innen und Urbanist:innen gleichermassen konfrontiert sind: Wie findet man Sinn und Handlungsfähigkeit in Umgebungen, deren Einflussgrössen ausserhalb der Kontrolle des Individuums liegen?

336 Seiten, 120 farbige und 32 s/w-Abbildungen


Zürich Atlas und Zürich Primer
Zürich Atlas: Eine Archäologie urbaner Codes und Formen und Zürich Primer: Eine konzeptionelle Planungsvision für die Stadt
Quart

Die beiden Bände Zürich Atlas: Eine Archäologie urbaner Codes und Formen und Zürich Primer: Eine konzeptionelle Planungsvision für die Stadt liefern ein sich ergänzendes, miteinander verbundenes Bild der historischen und zukünftigen Entwicklung Zürichs.


Beide Publikationen kreisen um fünf wesentliche Themen: «Wohnen», «Mobilität und öffentlicher Raum», «Erbe», «Öffentliche Bauten und Räume» sowie «Arbeit». Der Zürich Atlas beleuchtet in auf umfangreichem Archivmaterial basierenden Beiträgen die seit jeher bestehende Wechselwirkung zwischen regulatorischen, rechtlichen und normativen Rahmenbedingungen und den physischen und sozialen Gegebenheiten – also jene Prozesse, die letztlich die Struktur der heutigen Stadt geprägt haben. Der Zürich Primer baut auf dieser Grundlage auf und betrachtet die gegenwärtige Stadt und ihre Codes kritisch. Er schlägt Szenarien vor, mit denen die Stadt das erwartete Bevölkerungswachstum in den nächsten zwei Jahrzehnten bewältigen kann. Die zugrundeliegenden Forschungsergebnisse werden in Essays, Zeichnungen, Dialogen und Foto­essays präsentiert.
In beiden Bänden erfolgt eine Ergänzung der jeweiligen thematischen Untersuchung durch einen Anhang mit Gastbeiträgen, welche die Forschungsergebnisse in einen breiteren Kontext stellen. Im Zusammenspiel ergeben die beiden Bände Zürich Atlas: Eine Archäologie urbaner Codes und Formen und Zürich Primer: Eine konzeptionelle Planungsvision für die Stadt die methodische Darstellung einer Stadt, die durch eine faszinierende und komplexe Stadtgeschichte geprägt ist, und bieten konkrete, realistische Szenarien für den Umgang mit ihrem prognostizierten Wachstum.

Zürich Atlas: Eine Archäologie urbaner Codes und Formen wird herausgegeben von Tom Avermaete und Giulia Scotto. Er umfasst Beiträge von Tom Avermaete, Giulia Scotto, Tanguy Auffret Postel, André Bideau, Irina Davidovici, Melchior Fischli, Giulio Galasso, Sanna Kattenbeck, Stefan Kurath, Daniel Kurz, Kornel Lewicki, Henriette Lutz, Claudia Moll, Caspar Schärer und Natalia Voroshilova. >

Zürich Primer: Eine konzeptionelle Planungsvision für die Stadt wird herausgegeben von Jonathan Sergison und Giulia Scotto. Er umfasst Beiträge von Jonathan Sergison, Giulia Scotto, Tobias Quezado Deckker, Hannes Reichel, Miriam Stierle, Stefan Gasser, Patrick Gmür, Lindsay Blair Howe, Katrin Gügler, Beat Aeberhard, Manfred Kühne, Kristiaan Borret und Kath Scanlon.


Auch spannend:
Im Zusammenhang mit den im Buch behandelten Themen lohnt sich auch ein Blick auf die aktuelle Ausstellung im ZAZ Bellerive. Unter dem Titel „Zürich: Dialoge zur Verdichtung“ werden dort vom 27. Februar bis 28. Juni 2026 zentrale Fragen zur städtischen Entwicklung, Verdichtung und Lebensqualität aufgegriffen

ZAZ Bellerive
Höschgasse 3
8008 Zürich

Link zur Ausstellung